Besteht die Gefahr einer Argyrie durch die Verwendung von kolloidalem Silber?

Ärzte nennen es „Argyrie“, wenn Silbereinlagerungen im menschlichen Körper für eine Verfärbung von Schleimhaut und Haut sorgt. Die Haut nimmt eine grau-blau, metallische Färbung an, die ein Leben lang bestehen bleiben kann. Die Argyrie zeigt sich zunächst am Zahnfleisch. Im schlimmsten Fall sind auch innere Organe von dem Symptom betroffen und die Funktionalität wird eingeschränkt. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA verweist bei der Anwendung von kolloidalem Silber auf die potentielle Gefahr einer Argyrie. Die unsachgemäße Verwendung von Silberproteinen und Silbersalz kann zur dauerhaften Hautverfärbung führen.

Die größte Gefahr geht allerdings von verunreinigtem, kolloidalem Silber aus. Reines Silber hingegen löst nur sehr selten eine Argyrie aus. Nur wenn das Produkt sehr lange in hoher Dosierung eingenommen wird oder wenn der Anwender unter einer Nierenschwäche leidet, kann eine Argyrie ausgelöst werden. Die genaue Menge, die tatsächlich eine Argyrie auslösen kann, ist regelmäßig ein Streitthema. Wenn Sie kolloidales Silber korrekt dosieren und nur im Bedarfsfall anwenden, können Sie die Gefahr einer Argyrie sorglos vernachlässigen.

Gefahr des Herxheimer-Symptoms und einer Erstverschlimmerung

Wird kolloidales Silber verwendet, kann sich eine Erstverschlimmerung der Symptome einstellen. Auch die Herxheimer-Reaktion ist durch die Anwendung möglich. Es handelt sich hierbei jedoch nicht durch eine Nebenwirkung aufgrund des kolloidalen Silbers. Die Symptomatik entwickelt sich durch den Abtötungsprozess der Krankheitserreger, da dieser Giftstoffe im Körper freisetzt. Sterben größere Menge Bakterien im menschlichen Körper ab, setzen diese Bakteriengifte frei. Dadurch kann sich die bereits vorhandene Symptomatik verstärken oder es kommt zu weiteren Reaktionen wie Fieber, Müdigkeit, Schüttelfrost und Darmbeschwerden.

Zur Herxheimer-Reaktion gehören zudem Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwächegefühle, Erschöpfung und Müdigkeit. Diese Symptomatik kann über einen langen Zeitraum bestehen bleiben. Durch die Erstverschlimmerung und die Herxheimer-Reaktion signalisiert der Körper, dass das kolloidale Silber seine Wirkung zeigt. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um ein gutes Zeichen und im Optimalfall verschwinden die Symptome innerhalb von maximal zwei Tagen.

Können sich Resistenzen gegen kolloidales Silber bilden?

Ein sehr großes Problem bei der Anwendung von Antibiotika stellt die Resistenzbildung dar. Durch immer neuere Keime und immer mehr Resistenzen bilden sich ernsthafte Gesundheitsgefahren aus. Es kommt hinzu, dass Antibiotika mitunter schwere Nebenwirkungen haben können, da auch die guten Bakterien des Körpers abgetötet werden. Besonders betroffen ist hiervon die Darmgesundheit, da diese maßgeblich von einer guten Bakterienbesiedlung abhängig ist. Es können sich unter der Einnahme von Antibiotika Pilzerkrankungen entwickeln oder es entstehen weitere, bakterielle Erkrankungen, die den Körper schwächen. Nicht selten kommt es zu massiven Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt, die eine langfristige Einnahme von Probiotika erforderlich machen. Wird kolloidales Silber angewandt, bleiben diese Risiken aus.

Doch was ist mit Resistenzen? Es passiert äußerst selten, weitaus seltener als bei Antibiotika, doch Mikroorganismen mit Silberempfindlichkeit können auch hier Resistenzen entwickeln. Diese Art von Bakterien schafft es, das kolloidale Silber aus ihrem eigenen Inneren zu entfernen. Durch das Risiko der Resistenzbildung gegen Silber müssen einige Einnahmekriterien beachtet werden. Grundsätzlich darf kolloidales Silber nur dann angewandt werden, wenn es wirklich eine Indikation gibt. Hierbei darf die Dosis nicht zu gering gewählt werden und es braucht einen ausreichenden Einnahmezeitraum. Durch die konsequente Anwendung bis zur Ausheilung der Erkrankung lassen sich Resistenzen verhindern.

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