Volkskrankheit Magnesiummangel:

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welche Symptome sind zu erwarten?

Magnesium sorgt für eine Aktivierung von mehr als 300 Enzymen, der wichtige Mineralstoffe ist maßgeblich verantwortlich für die Steuerung vieler Stoffwechselprozesse. Umso nachvollziehbarer ist daher auch, dass eine Vielzahl von Nebenwirkungen zu erwarten sind, wenn es zu einer Mangelversorgung kommt. Wer einen zu niedrigen Magnesiumspiegel bei sich selbst vermutet, sollte sich an einen Mediziner wenden.

Folgen des Magnesiummangels

Einige Konsequenzen des Magnesiummangels sind hinlänglich bekannt: wenn Sportler über Krämpfe klagen, wird häufig direkt eine Unterversorgung mit dem wichtigen Mineralstoff Magnesium vermutet. Tatsächlich kann es zu Kämpfen kommen, wenn nicht genügend Magnesium vorhanden ist. Zu den weiteren Symptomen gehören allgemeine Störungen der Nerven- und Muskeltätigkeit sowie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Wer abnehmen möchte, sollte ebenso auf eine ausreichende Versorgung mit Magnesium achten, weil auch der Fettstoffwechsel hiervon beeinflusst wird. Der Abbau von überschüssigen Körperfett erscheint kaum möglich, wenn der Magnesiumhaushalt gestört ist. Auch Herzbeschwerden und brüchige Fingernägel können auf eine bereits länger bestehende Unterversorgung zurückzuführen sein.

Ausgewogene Ernährung stellt Magnesiumversorgung sicher

Damit es dazu gar nicht erst kommt, sollten möglichst viele magnesiumhaltige Lebensmittel konsumiert werden: Fleisch, Samen und Nüsse sowie Spinat und Vollkornprodukte machen es prinzipiell nicht schwer, die von Fachleuten empfohlene Dosis von 350 mg Magnesium zu erreichen. Unter bestimmten Umständen kann es allerdings dennoch zu Mangelerscheinungen kommen: der Bedarf von Schwangeren, Sportlern oder besonders gestressten Menschen fällt ein wenig höher aus. Auch eine zu einseitige Ernährung die auf Fastfood setzt, kann einen Mangel des Mineralstoffs begünstigen. Fachleuten zufolge nehmen etwa 40 % aller Deutschen zu wenig Magnesium auf, bei und 15 % der Bevölkerung kann tatsächlich bereits von einem erheblichen Magnesiummangel gesprochen werden.

Bei Verdacht auf Magnesiummangel unbedingt Arzt aufsuchen

Sofern angenommen wird, dass tatsächlich ein Magnesiummangel vorliegen könnte, sollte ein Arzt kontaktiert werden. Durch die Untersuchung des Blutbildes kann problemlos festgestellt werden, wie es um den Magnesiumspiegel bestellt ist. Einige Fachleute raten hingegen davon ab, ohne ärztliche Diagnose zu einem Nahrungsergänzungsmittel zugreifen, welches Magnesium enthält. Leichte Überdosierungen sind relativ unproblematisch, weil das überschüssige Magnesium ganz einfach über den Urin ausgeschieden wird. Bei einer hohen Überdosierung kann es tatsächlich zu schwerwiegenden Symptomen kommen, die den Mangelerscheinungen in einigen Punkten in den können: die Muskelreflexe können ebenso leiden wie der Antrieb, Müdigkeit ist ebenso eine Folge eines Magnesiummangels wie einer Überversorgung. Besonders problematisch und nicht untypisch für einen zu hohen Magnesiumspiegel sind Herzrhythmusstörungen.

Studie beweist: Magnesium kann Schlafprobleme mindern

Einige Fachleute, darunter der Vitalstoff-Experte Elmar Wienecke vom Max-Planck-Institut in München, halten eine Aufnahme von Magnesium in einer hohen Dosierung allerdings durchaus für Gesundheit förderlich. In einer Studie konnte er nachweisen, dass sich die Schlafqualität durch eine hohe Magnesiumdosis verbessern kann. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass ein hoher Stresslevel einen Magnesiummangel begünstigen kann. Tatsächlich ist allerdings auch die umgekehrte Wirkung jetzt empirisch belegt: durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit einer hohen Dosis Magnesium wird der Cortisolspiegel abgesenkt. Das sogenannte Stresshormon führt zu einem beschleunigten Herzschlag und sorgt unter anderem auch dafür, dass die Tiefschlafphasen verkürzt werden. In der Folge wird der Schlaf als weniger erholsam empfunden, was die Leistungsfähigkeit senkt und das Stressniveau sogar noch erhöht. In der Studie konnte festgestellt werden, dass durch die Senkung des Cortisolspiegels aufgrund der Magnesiumeinnahme auch tatsächlich eine höhere Schlafqualität erzielt wurde.

Fazit: Mögliche Mangelerscheinungen von Mediziner abklären lassen

Letztlich zeigt sich also, dass die pauschale und vorbeugende Einnahme von Magnesiumspräparaten in hoher Dosierung nicht immer empfehlenswert erscheint. Viele Menschen in Deutschland sind allerdings von einem Magnesiummangel betroffen, der die Lebensqualität aufgrund von Symptomen wie Müdigkeit und Konzentrationsschwächen einschränkt. Eine Untersuchung beim Arzt sollte klären, ob hier die Einnahme eines Präparates mit einer hohen Dosierung Magnesium sinnvoll erscheint. Damit dies gar nicht notwendig wird, sollte eine Magnesiumversorgung durch eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung sichergestellt werden. Studien legen allerdings nahe, dass der positive Effekt des Magnesiums den Cortisolspiegel senkt und damit einen Beitrag dazu leistet, dass der Schlaf als erholsamer empfunden wird. Bei einem Verdacht auf einen zu geringen Magnesiumspiegel im Blut sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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